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    <title>politik &amp;mdash; Jumpy&#39;s Blog</title>
    <link>https://blog.jumpfruit.de/tag:politik</link>
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    <pubDate>Tue, 05 May 2026 16:07:49 +0200</pubDate>
    <item>
      <title>Geschichte eines Faulenzers</title>
      <link>https://blog.jumpfruit.de/geschichte-eines-faulenzers</link>
      <description>&lt;![CDATA[span class=&#34;content_warning&#34;CW: Depression, Suizid, Mobbing/span&#xA;&#xA;Dieser Tage .. na gut, eigentlich ständig und zu allen Zeiten, ist ja wieder die Rede davon, dass die Menschen, die Bürger\innengeld oder andere Unterstützung aus unserem Sozialstaat bekommen faul und Abschaum seien. Versager\innen, Tunichtgute, Schmarotzer und viele andere „nette“ Bezeichnungen werden für uns gefunden.&#xA;&#xA;Dass es Millionen Menschen gibt, die arbeiten und trotzdem Unterstützung brauchen, dass es viele pflegende Angehörige und Alleinerziehende trifft, das können andere besser aufbereiten – und haben das ja auch schon vielfach getan.&#xA;&#xA;Ich möchte mich heute an die „Sowas kann mir nie passieren!“-Fraktion wenden und einmal meine Geschichte dazu erzählen.&#xA;&#xA;#EigeneGeschichte #depression #NotJustSad #politik #gesellschaft&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Vor 2016&#xA;&#xA;Trotz Gewalt in der Kindheit und Jugend, Mobbing und Ausgrenzung, Depression, ADHS und vermutlich auch Autismus habe ich es geschafft mich einigermaßen durchzuboxen. Ich habe zwei Ausbildungen gemacht, 3 Jahre bei der Telekom gearbeitet und dabei sogar Millionenprojekte geplant und beaufsichtigt.&#xA;&#xA;Weil die Telekom ein furchtbar schlechter Arbeitgeber war (und vermutlich noch ist) bin ich dann von dort in das Unternehmen meiner Schwiegereltern gewechselt und habe dort die Leitung des Kundendienstes übernommen. Die Arbeit hat echt Spaß gemacht, das Mobbing durch die Kollegen … nicht so.&#xA;&#xA;Ich hatte im Nebenerwerb noch ein eigenes IT-Unternehmen (Webhosting, TK Anlagen, IT Service), das auch recht gut lief und über das ich etwas Geld für die schönen Dinge des Lebens eingenommen habe. Ich habe quasi 16-18 Stunden jeden Tag gearbeitet.&#xA;&#xA;Ich war verheiratet und unser erstes Kind war etwas unglaublich wundervolles. Zwei Jahre später war dann das Zweite unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir körperlich immer schlechter. Wenn morgens der Wecker klingelte war mir richtig übel und in der Regel habe ich dann erstmal die Toilette umarmt. Manchmal war es so schlimm, dass ich nicht zur Arbeit konnte.&#xA;&#xA;Dann ging der medizinische Marathon los, aber es kristallisierte sich recht schnell heraus, dass es kein körperliches Problem war. Eine schlecht gemachte Magenspiegelung hat mir dann den Rest gegeben und ich bin einfach zusammengeklappt.&#xA;&#xA;2016&#xA;&#xA;Dieses Jahr war geprägt vom Beginn meiner ambulanten Therapie, der Geburt unseres zweiten Kindes und allen möglichen Leuten, die meinten, ich solle einfach mal in eine Klinik gehen. Nach 6 Wochen wäre dann alles wieder in Ordnung und ich könnte wieder ganz normal arbeiten.&#xA;&#xA;Ich war einfach nur am Ende und konnte mich nur vom Bett zum Rechner und wieder zurück schleppen. An Schlafen war trotzdem nicht zu denken und ich kämpfte sehr mit mir und den Schuldgefühlen, die von allen Seiten verstärkt wurden.&#xA;&#xA;Dann mein erster Klinikaufenthalt. Natürlich war ich da schon im Krankengeld. Aus den 6 veranschlagten Wochen wurden 12 und es wurde auch klar, dass danach nicht wieder alles gut sein würde. Also meldete ich mein Gewerbe ab und kündigte bei meiner Schwiegermutter. Die verstand das überhaupt nicht. Das Bisschen Mobbing … da muss man doch drüber stehen!&#xA;&#xA;Nach der Klinik ging es mir etwas besser und ich machte Pläne für die Zukunft. Ich suchte nach einem neuen Job und versuchte gleichzeitig wieder auf die Beine zu kommen.&#xA;&#xA;2017&#xA;&#xA;Ich fand einen neuen Job. Der war zwar schlecht bezahlt, aber gut hatte ich noch nie verdient. Mein Ziel war das erstmal zu nutzen und mir aus dieser Sicherheit einen neuen Job zu suchen.&#xA;&#xA;Dann trennte sich meine Frau von mir und das Bisschen Boden, dass ich mir hart erarbeitet hatte wurde mir unter den Füßen weggezogen.&#xA;&#xA;Den Rest des Jahres habe ich dann mit Wohnungssuche, Umzug, der Schlammschlacht der Trennung, dem Kampf um jede Minute mit meinen Kindern, meiner schweren Depression und dem ersten Suizidversuch verbracht.&#xA;&#xA;Durch die Trennung waren die beiden Kredite, die wir gemeinsam abbezahlten plötzlich nicht mehr tragbar und ich hatte in meiner Verzweiflung eine neue Wohnung irgendwie einrichten zu müssen weitere Schulden gemacht.&#xA;&#xA;Ich lebte also 3 Wochen im Monat von Reis. Am ersten Tag kochen, am zweiten Tag mit etwas Öl braten. Trotzdem reichte das Geld vorne und hinten nicht, um die Schulden zu zahlen. Erste Pfändungsandrohungen lagen im Briefkasten.&#xA;&#xA;Dann fing mein Arbeitgeber an, das Gehalt nicht mehr voll am 1. auszuzahlen. Es wurde am 1. nur die Hälfte gezahlt und am 15. die zweite Hälfte. Der Chef wollte ja schließlich 3 Mal im Jahr mit seiner Yacht übers Mittelmeer schippern.&#xA;&#xA;Bis dahin hatte ich schon verzweifelt versucht, das Bisschen Geld, das ich hatte immer auf das größte Feuer zu werfen, um es klein zu halten. Ab diesem Punkt war das überhaupt nicht mehr möglich. Und ständig flatterten weitere Dinge ins Haus, die ich bezahlen sollte. Unterhalt für die Kinder z.B. Das Jugendamt war der Meinung ich hätte ja schließlich genug Geld dafür. Rundfunkgebühren. Klar, für etwas was ich gar nicht nutze habe ich definitiv Geld übrig …&#xA;&#xA;2018&#xA;&#xA;Der Briefkasten war voll bis oben hin und ich hatte weder die Kraft, noch die Nerven das Ding jemals wieder zu öffnen. Jedes Klingeln an der Tür lies mich zusammenzucken und der Kühlschrank war immer noch leer.&#xA;&#xA;Über den Jahreswechsel war ich wieder in der Klinik gewesen. Normalerweise hatte die eine Wartezeit von mehreren Monaten. Als die hörten und sahen in welchem Zustand ich war, haben sie mich sofort aufgenommen. Das führte dazu, dass mein Arbeitgeber sich entschied, meinen Vertrag nicht automatisch auf unbefristet zu verlängern.&#xA;&#xA;Also … eigentlich hatte er sich entschieden, den Vertrag da zu beenden und schon angefangen wen neues zu suchen. Dann hatte aber ein Kollege sich für mich eingesetzt und mein Vertrag wurde dann erstmal wieder befristet verlängert. Als ich dann sagte, dass ich einen Schwerbehindertenausweis beantragt habe, war die Antwort: „Das sieht für deine Übernahme dann aber nicht gut aus!“.&#xA;&#xA;Im Mai kam, was kommen musste. Bei einer Sitzung mit meiner ambulanten Therapeutin durfte ich nicht mehr nach hause gehen, sondern musste mit dem von ihr gerufenen Krankenwagen in die Psychiatrie fahren. 6 Wochen geschlossene Station, 9 Wochen offene Station. Mein Zustand bei der Entlassung, war wesentlich schlechter als bei der Aufnahme.&#xA;&#xA;Mir wurde dann eine Traumatherapie in einer Klinik in der Nähe empfohlen, die ich dann auch gemacht habe. Währenddessen kam Post vom Gericht, wegen der Scheidung, die meine Exfrau eingereicht hatte und ich sollte Unterlagen und Dokumente liefern. Außerdem lief mein Krankengeld aus und mir wurde gesagt, dass ich an dem Tag dann zur Arbeitsagentur muss um ALG 1 zu beantragen. Was man mir nicht sagte war, dass man dort dann nur den Antrag ausgedruckt bekommt und wieder gehen darf. Also füllte ich alleine den Antrag aus und schickte ihn ab.&#xA;&#xA;Meinen Vermieter warnte ich vor, dass ich nicht genau wisse, wie lange der Antrag brauchen würde. Am 5. des Monats drohte er mir dann mit Rauswurf, wenn das Geld nicht bis Ende der Woche eingehen würde. Die Arbeitsagentur hatte derweil den Antrag nicht bearbeitet, weil ich ein Kästchen, das auf mich nicht zutraf, nicht angekreuzt hatte. Ich fragte also bei Freunden, ob sie mir meine Miete vorstrecken könnten, damit ich nicht obdachlos würde. Wieder neue Schulden.&#xA;&#xA;Ich wurde dann an meinem Geburtstag aus der Klinik entlassen, hatte weniger als 2€ in der Tasche und einen leeren Kühlschrank. Also saß ich abends in meiner Wohnung, mit knurrendem Magen, habe mir alleine Happy Birthday gesungen und mich dann in den Schlaf geweint.&#xA;&#xA;2019&#xA;&#xA;Anfang des Jahres bekam ich dann einen gesetzlichen Betreuer. Der sichtete Die Unterlagen und kümmerte sich dann erstmal um einige grundlegende Dinge.&#xA;&#xA;Den Kampf meine Kinder sehen zu können hatte ich immer noch. Wenigstens konnte ich den Gerichtsvollzieher, der vor meiner Tür stand mit dem Hinweis auf meinen Betreuer abwimmeln.&#xA;&#xA;Dann ein Brief vom Anwalt meiner Mutter, die plötzlich 5.000€ von mir haben wollte. Dann das Ende von ALG 1 und Übergang in Hartz IV. Wieder dauerte der Antrag ewig und wieder drohte mein Vermieter mit Rauswurf. Im Nachhinein stellte sich raus, dass er mir aus den Nebenkostenabrechnungen der letzten beiden Jahre (die er wohlweislich nicht geschickt hatte) noch anderthalb Monatsmieten schuldete. Dadurch konnte ich diese Katastrophe abwenden.&#xA;&#xA;Dann der nächste Klinikaufenthalt. 12 Mal Elektroschocks ins Gehirn. Erfolg: Nichts.&#xA;&#xA;Mein Betreuer bereitete die Privatinsolvenz vor und es wurde einigermaßen ruhig um meinen Briefkasten, weil die Post dann an den Betreuer ging.&#xA;&#xA;2020&#xA;&#xA;Corona und die ständig wechselnden Regeln ließen meine soziale Phobie explodieren. Ich war nicht einmal mehr fähig zur Waschmaschine im Keller zu gehen … oder zur Mülltonne.&#xA;&#xA;Das Jobcenter machte Telefontermine und ich konnte immer nur sagen, dass es mir noch nicht besser geht. Bis es dann irgendwann hie0, dass Ewerbsminderungsrente beantragt werden soll.&#xA;&#xA;Heute&#xA;&#xA;Heute lebe ich von Erwerbsminderungsrente, muss davon Unterhalt für meine Kinder an die Unterhaltsvorschusskasse zahlen. Außerdem sind in der Insolvenz die Rückstände des Unterhalts nicht aufgelöst wurden. Die muss ich jetzt trotzdem zurück zahlen. Ca. 10 Jahre lang. Damit liege ich jetzt unterhalb des Bürger\*innengeld Satzes und ich kann mir sicher sein, dass selbst wenn es eine Rentenerhöhung geben sollte, dann wird diese vom Unterhalt geschluckt. Der Freibetrag hier ändert sich nämlich nicht.&#xA;&#xA;Es kann verdammt schnell gehen von „Alles ist gut und ich lebe und arbeite so vor mich hin.“ zu „Ich stehe kurz davor unter der Brücke schlafen zu müssen.“&#xA;&#xA;Ich kämpfe immer noch bei jede Einkauf damit, was ich mir leisten kann und was einfach zu teuer ist. Durch den festen Freibetrag beim Unterhalt stoße ich mit dem, was ich zum Leben habe an die Decke, während gleichzeitig alles mögliche teurer wird.&#xA;&#xA;Meine Nebenkosten z.B. Ich habe für 2018 noch knapp 300€ zurück bekommen. Letztes Jahr musste ich nachzahlen. Und das ohne, dass ich heize. Meine Heizung ist immer aus. Mein Durchlauferhitzer fürs Warmwasser steht auf einem Drittel seiner Leistung und ich wasche mir mit kaltem Wasser die Haare, trotzdem habe ich jedes Jahr Angst vor der Stromrechnung.&#xA;&#xA;Gleichzeitig feuert die Regierung und alle anderen da draußen ein Feuerwerk auf Menschen wie mich ab, dass ich mich fühle, als wären sie nur noch einen Schritt davon entfernt, mich einfach an der nächsten Straßenlampe zu lynchen.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><span class="content_warning">CW: Depression, Suizid, Mobbing</span></p>

<p>Dieser Tage .. na gut, eigentlich ständig und zu allen Zeiten, ist ja wieder die Rede davon, dass die Menschen, die Bürger*innengeld oder andere Unterstützung aus unserem Sozialstaat bekommen faul und Abschaum seien. Versager*innen, Tunichtgute, Schmarotzer und viele andere „nette“ Bezeichnungen werden für uns gefunden.</p>

<p>Dass es Millionen Menschen gibt, die arbeiten und trotzdem Unterstützung brauchen, dass es viele pflegende Angehörige und Alleinerziehende trifft, das können andere besser aufbereiten – und haben das ja auch schon vielfach getan.</p>

<p>Ich möchte mich heute an die „Sowas kann mir nie passieren!“-Fraktion wenden und einmal meine Geschichte dazu erzählen.</p>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:EigeneGeschichte" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">EigeneGeschichte</span></a> <a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:depression" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">depression</span></a> <a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:NotJustSad" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">NotJustSad</span></a> <a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:politik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">politik</span></a> <a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:gesellschaft" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">gesellschaft</span></a></p>



<h3 id="vor-2016">Vor 2016</h3>

<p>Trotz Gewalt in der Kindheit und Jugend, Mobbing und Ausgrenzung, Depression, ADHS und vermutlich auch Autismus habe ich es geschafft mich einigermaßen durchzuboxen. Ich habe zwei Ausbildungen gemacht, 3 Jahre bei der Telekom gearbeitet und dabei sogar Millionenprojekte geplant und beaufsichtigt.</p>

<p>Weil die Telekom ein furchtbar schlechter Arbeitgeber war (und vermutlich noch ist) bin ich dann von dort in das Unternehmen meiner Schwiegereltern gewechselt und habe dort die Leitung des Kundendienstes übernommen. Die Arbeit hat echt Spaß gemacht, das Mobbing durch die Kollegen … nicht so.</p>

<p>Ich hatte im Nebenerwerb noch ein eigenes IT-Unternehmen (Webhosting, TK Anlagen, IT Service), das auch recht gut lief und über das ich etwas Geld für die schönen Dinge des Lebens eingenommen habe. Ich habe quasi 16-18 Stunden jeden Tag gearbeitet.</p>

<p>Ich war verheiratet und unser erstes Kind war etwas unglaublich wundervolles. Zwei Jahre später war dann das Zweite unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir körperlich immer schlechter. Wenn morgens der Wecker klingelte war mir richtig übel und in der Regel habe ich dann erstmal die Toilette umarmt. Manchmal war es so schlimm, dass ich nicht zur Arbeit konnte.</p>

<p>Dann ging der medizinische Marathon los, aber es kristallisierte sich recht schnell heraus, dass es kein körperliches Problem war. Eine schlecht gemachte Magenspiegelung hat mir dann den Rest gegeben und ich bin einfach zusammengeklappt.</p>

<h3 id="2016">2016</h3>

<p>Dieses Jahr war geprägt vom Beginn meiner ambulanten Therapie, der Geburt unseres zweiten Kindes und allen möglichen Leuten, die meinten, ich solle einfach mal in eine Klinik gehen. Nach 6 Wochen wäre dann alles wieder in Ordnung und ich könnte wieder ganz normal arbeiten.</p>

<p>Ich war einfach nur am Ende und konnte mich nur vom Bett zum Rechner und wieder zurück schleppen. An Schlafen war trotzdem nicht zu denken und ich kämpfte sehr mit mir und den Schuldgefühlen, die von allen Seiten verstärkt wurden.</p>

<p>Dann mein erster Klinikaufenthalt. Natürlich war ich da schon im Krankengeld. Aus den 6 veranschlagten Wochen wurden 12 und es wurde auch klar, dass danach nicht wieder alles gut sein würde. Also meldete ich mein Gewerbe ab und kündigte bei meiner Schwiegermutter. Die verstand das überhaupt nicht. Das Bisschen Mobbing … da muss man doch drüber stehen!</p>

<p>Nach der Klinik ging es mir etwas besser und ich machte Pläne für die Zukunft. Ich suchte nach einem neuen Job und versuchte gleichzeitig wieder auf die Beine zu kommen.</p>

<h3 id="2017">2017</h3>

<p>Ich fand einen neuen Job. Der war zwar schlecht bezahlt, aber gut hatte ich noch nie verdient. Mein Ziel war das erstmal zu nutzen und mir aus dieser Sicherheit einen neuen Job zu suchen.</p>

<p>Dann trennte sich meine Frau von mir und das Bisschen Boden, dass ich mir hart erarbeitet hatte wurde mir unter den Füßen weggezogen.</p>

<p>Den Rest des Jahres habe ich dann mit Wohnungssuche, Umzug, der Schlammschlacht der Trennung, dem Kampf um jede Minute mit meinen Kindern, meiner schweren Depression und dem ersten Suizidversuch verbracht.</p>

<p>Durch die Trennung waren die beiden Kredite, die wir gemeinsam abbezahlten plötzlich nicht mehr tragbar und ich hatte in meiner Verzweiflung eine neue Wohnung irgendwie einrichten zu müssen weitere Schulden gemacht.</p>

<p>Ich lebte also 3 Wochen im Monat von Reis. Am ersten Tag kochen, am zweiten Tag mit etwas Öl braten. Trotzdem reichte das Geld vorne und hinten nicht, um die Schulden zu zahlen. Erste Pfändungsandrohungen lagen im Briefkasten.</p>

<p>Dann fing mein Arbeitgeber an, das Gehalt nicht mehr voll am 1. auszuzahlen. Es wurde am 1. nur die Hälfte gezahlt und am 15. die zweite Hälfte. Der Chef wollte ja schließlich 3 Mal im Jahr mit seiner Yacht übers Mittelmeer schippern.</p>

<p>Bis dahin hatte ich schon verzweifelt versucht, das Bisschen Geld, das ich hatte immer auf das größte Feuer zu werfen, um es klein zu halten. Ab diesem Punkt war das überhaupt nicht mehr möglich. Und ständig flatterten weitere Dinge ins Haus, die ich bezahlen sollte. Unterhalt für die Kinder z.B. Das Jugendamt war der Meinung ich hätte ja schließlich genug Geld dafür. Rundfunkgebühren. Klar, für etwas was ich gar nicht nutze habe ich definitiv Geld übrig …</p>

<h3 id="2018">2018</h3>

<p>Der Briefkasten war voll bis oben hin und ich hatte weder die Kraft, noch die Nerven das Ding jemals wieder zu öffnen. Jedes Klingeln an der Tür lies mich zusammenzucken und der Kühlschrank war immer noch leer.</p>

<p>Über den Jahreswechsel war ich wieder in der Klinik gewesen. Normalerweise hatte die eine Wartezeit von mehreren Monaten. Als die hörten und sahen in welchem Zustand ich war, haben sie mich sofort aufgenommen. Das führte dazu, dass mein Arbeitgeber sich entschied, meinen Vertrag nicht automatisch auf unbefristet zu verlängern.</p>

<p>Also … eigentlich hatte er sich entschieden, den Vertrag da zu beenden und schon angefangen wen neues zu suchen. Dann hatte aber ein Kollege sich für mich eingesetzt und mein Vertrag wurde dann erstmal wieder befristet verlängert. Als ich dann sagte, dass ich einen Schwerbehindertenausweis beantragt habe, war die Antwort: „Das sieht für deine Übernahme dann aber nicht gut aus!“.</p>

<p>Im Mai kam, was kommen musste. Bei einer Sitzung mit meiner ambulanten Therapeutin durfte ich nicht mehr nach hause gehen, sondern musste mit dem von ihr gerufenen Krankenwagen in die Psychiatrie fahren. 6 Wochen geschlossene Station, 9 Wochen offene Station. Mein Zustand bei der Entlassung, war wesentlich schlechter als bei der Aufnahme.</p>

<p>Mir wurde dann eine Traumatherapie in einer Klinik in der Nähe empfohlen, die ich dann auch gemacht habe. Währenddessen kam Post vom Gericht, wegen der Scheidung, die meine Exfrau eingereicht hatte und ich sollte Unterlagen und Dokumente liefern. Außerdem lief mein Krankengeld aus und mir wurde gesagt, dass ich an dem Tag dann zur Arbeitsagentur muss um ALG 1 zu beantragen. Was man mir nicht sagte war, dass man dort dann nur den Antrag ausgedruckt bekommt und wieder gehen darf. Also füllte ich alleine den Antrag aus und schickte ihn ab.</p>

<p>Meinen Vermieter warnte ich vor, dass ich nicht genau wisse, wie lange der Antrag brauchen würde. Am 5. des Monats drohte er mir dann mit Rauswurf, wenn das Geld nicht bis Ende der Woche eingehen würde. Die Arbeitsagentur hatte derweil den Antrag nicht bearbeitet, weil ich ein Kästchen, das auf mich nicht zutraf, nicht angekreuzt hatte. Ich fragte also bei Freunden, ob sie mir meine Miete vorstrecken könnten, damit ich nicht obdachlos würde. Wieder neue Schulden.</p>

<p>Ich wurde dann an meinem Geburtstag aus der Klinik entlassen, hatte weniger als 2€ in der Tasche und einen leeren Kühlschrank. Also saß ich abends in meiner Wohnung, mit knurrendem Magen, habe mir alleine Happy Birthday gesungen und mich dann in den Schlaf geweint.</p>

<h3 id="2019">2019</h3>

<p>Anfang des Jahres bekam ich dann einen gesetzlichen Betreuer. Der sichtete Die Unterlagen und kümmerte sich dann erstmal um einige grundlegende Dinge.</p>

<p>Den Kampf meine Kinder sehen zu können hatte ich immer noch. Wenigstens konnte ich den Gerichtsvollzieher, der vor meiner Tür stand mit dem Hinweis auf meinen Betreuer abwimmeln.</p>

<p>Dann ein Brief vom Anwalt meiner Mutter, die plötzlich 5.000€ von mir haben wollte. Dann das Ende von ALG 1 und Übergang in Hartz IV. Wieder dauerte der Antrag ewig und wieder drohte mein Vermieter mit Rauswurf. Im Nachhinein stellte sich raus, dass er mir aus den Nebenkostenabrechnungen der letzten beiden Jahre (die er wohlweislich nicht geschickt hatte) noch anderthalb Monatsmieten schuldete. Dadurch konnte ich diese Katastrophe abwenden.</p>

<p>Dann der nächste Klinikaufenthalt. 12 Mal Elektroschocks ins Gehirn. Erfolg: Nichts.</p>

<p>Mein Betreuer bereitete die Privatinsolvenz vor und es wurde einigermaßen ruhig um meinen Briefkasten, weil die Post dann an den Betreuer ging.</p>

<h3 id="2020">2020</h3>

<p>Corona und die ständig wechselnden Regeln ließen meine soziale Phobie explodieren. Ich war nicht einmal mehr fähig zur Waschmaschine im Keller zu gehen … oder zur Mülltonne.</p>

<p>Das Jobcenter machte Telefontermine und ich konnte immer nur sagen, dass es mir noch nicht besser geht. Bis es dann irgendwann hie0, dass Ewerbsminderungsrente beantragt werden soll.</p>

<h3 id="heute">Heute</h3>

<p>Heute lebe ich von Erwerbsminderungsrente, muss davon Unterhalt für meine Kinder an die Unterhaltsvorschusskasse zahlen. Außerdem sind in der Insolvenz die Rückstände des Unterhalts nicht aufgelöst wurden. Die muss ich jetzt trotzdem zurück zahlen. Ca. 10 Jahre lang. Damit liege ich jetzt unterhalb des Bürger*innengeld Satzes und ich kann mir sicher sein, dass selbst wenn es eine Rentenerhöhung geben sollte, dann wird diese vom Unterhalt geschluckt. Der Freibetrag hier ändert sich nämlich nicht.</p>

<p>Es kann verdammt schnell gehen von „Alles ist gut und ich lebe und arbeite so vor mich hin.“ zu „Ich stehe kurz davor unter der Brücke schlafen zu müssen.“</p>

<p>Ich kämpfe immer noch bei jede Einkauf damit, was ich mir leisten kann und was einfach zu teuer ist. Durch den festen Freibetrag beim Unterhalt stoße ich mit dem, was ich zum Leben habe an die Decke, während gleichzeitig alles mögliche teurer wird.</p>

<p>Meine Nebenkosten z.B. Ich habe für 2018 noch knapp 300€ zurück bekommen. Letztes Jahr musste ich nachzahlen. Und das ohne, dass ich heize. Meine Heizung ist immer aus. Mein Durchlauferhitzer fürs Warmwasser steht auf einem Drittel seiner Leistung und ich wasche mir mit kaltem Wasser die Haare, trotzdem habe ich jedes Jahr Angst vor der Stromrechnung.</p>

<p>Gleichzeitig feuert die Regierung und alle anderen da draußen ein Feuerwerk auf Menschen wie mich ab, dass ich mich fühle, als wären sie nur noch einen Schritt davon entfernt, mich einfach an der nächsten Straßenlampe zu lynchen.</p>
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      <guid>https://blog.jumpfruit.de/geschichte-eines-faulenzers</guid>
      <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 01:01:14 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Dieser Blogpost ist eine Gefahr für die Demokratie!</title>
      <link>https://blog.jumpfruit.de/dieser-blogpost-ist-eine-gefahr-fur-die-demokratie</link>
      <description>&lt;![CDATA[Heute kommt kein Artikel mehr aus ohne die Phrase „das ist eine Gefahr für die Demokratie“ zu verwenden. Inflation? Gefahr für die Demokratie! Benzinpreise? Gefahr für die Demokratie! Der FC Bayern wird nicht Meister? Gefahr für die Demokratie! Irgendwo wurde ein Entenküken geboren? … Und. So. Weiter. Ich stelle mir allerdings die Frage: Welche Demokratie? Gibt es die hier überhaupt noch?&#xA;&#xA;#politik #gesellschaft&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Zugegeben, ich als behinderter Mensch mit chronischen Erkrankungen und in Armut blicke auf die Politik von reichlich weit unten. Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass man von hier aus einen sehr viel besseren Blick auf die schmutzige Realität hat als da oben, wo man schön auf der Welle surfen und das Gesicht in die Sonne halten kann.&#xA;&#xA;Hier unten erlebt man die Ungerechtigkeit und den Faschismus, der unsere politische Landschaft und die Gesellschaft schon ewig durchzieht viel direkter und vor allem unverhohlen. Niemand schämt sich oder hat Hemmungen Menschen wie mich offen zu diskriminieren oder zu beleidigen.&#xA;&#xA;Aber hier soll es nicht um meine Erlebnisse gehen, sondern um unsere Demokratie und die Frage, ob sie überhaupt noch existiert. Ich bin der Ansicht, dass unsere Demokratie schon seit längerem in einer schwierigen Schieflage steckte, aber mit der Regierung Merz war das ihr Ende.&#xA;&#xA; Wir haben ...&#xA;&#xA;eine Regierung, für die Menschenrechte nicht existieren.&#xA;einen Innenminister, der nationales und Internationales Recht bricht und die Gerichtsurteile dazu ignoriert.&#xA;eine Regierung, die den Taliban anbietet, die vor ihnen geflohenen frei Haus zu liefern.&#xA;eine Gesundheitsministerin und eine Bundestagspräsidentin, die offen die Aufklärung über Korruption eines Parteifreundes unterbinden.&#xA;offen rechtsextreme Äußerungen von Kanzler, Bundesministern und Parlamentsmitgliedern.&#xA;eine Regierung die, gierig nach immer mehr, freudestrahlend die Forderungen der gesichert rechtsextremen AfD umsetzt.&#xA;eine Bundestagsverwaltung, die nicht nur ihren Angestellten verbietet dienstlich zum CSD zu gehen und versucht, die Pridefahnen von Regierungsgebäuden zu verbannen, sondern auch noch versucht, den Abgeordneten diese Fahnen in ihren eigenen Büros zu untersagen.&#xA;&#xA;Das ist nur, was mir grade auf die Schnelle einfällt und von der Hetze gegen Menschen, die keinen Ariernachweis dabei haben und Arme habe ich noch nicht mal angefangen. Oder von dem was in den Bundesländern so abgeht. Da fühlt sich plötzlich jedes kleine Würstchen dazu berufen die Zeit auf 1800 zurück zu drehen. Da entscheiden plötzlich Schulleiter wieder die Geschlechtertrennung einzuführen und solche Dinge.&#xA;&#xA;Und in der Gesellschaft? Da wird nicht mehr darüber diskutiert OB Abschiebungen nötig sind, sondern nur noch wie viele und wer abgeschoben werden soll. Und wenn es gegen Menschen im Bürgergeld oder gegen Feminismus geht, sind sich sowieso wieder alle einig, dass das ja alles abgeschafft werden muss. Und trans Menschen ... heilige sch... wie einfach ist es da für die Nazis selbst bei Linken Mitstreiter\*innen zu finden.&#xA;&#xA;Ja, im Fediverse mag es eine relativ große Bubble geben, die das anders sieht. Aber das Fediverse ist insgesamt schon eine sehr kleine Bubble. Ich habe aktuell keine Ahnung, wie wir das noch aufhalten können, aber wenn wir jetzt nicht aktiv werden und uns dagegen stemmen, dann ist der Kampf vorbei.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Heute kommt kein Artikel mehr aus ohne die Phrase „das ist eine Gefahr für die Demokratie“ zu verwenden. Inflation? Gefahr für die Demokratie! Benzinpreise? Gefahr für die Demokratie! Der FC Bayern wird nicht Meister? Gefahr für die Demokratie! Irgendwo wurde ein Entenküken geboren? … Und. So. Weiter. Ich stelle mir allerdings die Frage: Welche Demokratie? Gibt es die hier überhaupt noch?</p>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:politik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">politik</span></a> <a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:gesellschaft" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">gesellschaft</span></a></p>



<p>Zugegeben, ich als behinderter Mensch mit chronischen Erkrankungen und in Armut blicke auf die Politik von reichlich weit unten. Aber ehrlich gesagt glaube ich, dass man von hier aus einen sehr viel besseren Blick auf die schmutzige Realität hat als da oben, wo man schön auf der Welle surfen und das Gesicht in die Sonne halten kann.</p>

<p>Hier unten erlebt man die Ungerechtigkeit und den Faschismus, der unsere politische Landschaft und die Gesellschaft schon ewig durchzieht viel direkter und vor allem unverhohlen. Niemand schämt sich oder hat Hemmungen Menschen wie mich offen zu diskriminieren oder zu beleidigen.</p>

<p>Aber hier soll es nicht um meine Erlebnisse gehen, sondern um unsere Demokratie und die Frage, ob sie überhaupt noch existiert. Ich bin der Ansicht, dass unsere Demokratie schon seit längerem in einer schwierigen Schieflage steckte, aber mit der Regierung Merz war das ihr Ende.</p>

<p> Wir haben ...</p>
<ul><li>eine Regierung, für die Menschenrechte nicht existieren.</li>
<li>einen Innenminister, der nationales und Internationales Recht bricht und die Gerichtsurteile dazu ignoriert.</li>
<li>eine Regierung, die den Taliban anbietet, die vor ihnen geflohenen frei Haus zu liefern.</li>
<li>eine Gesundheitsministerin und eine Bundestagspräsidentin, die offen die Aufklärung über Korruption eines Parteifreundes unterbinden.</li>
<li>offen rechtsextreme Äußerungen von Kanzler, Bundesministern und Parlamentsmitgliedern.</li>
<li>eine Regierung die, gierig nach immer mehr, freudestrahlend die Forderungen der gesichert rechtsextremen AfD umsetzt.</li>
<li>eine Bundestagsverwaltung, die nicht nur ihren Angestellten verbietet dienstlich zum CSD zu gehen und versucht, die Pridefahnen von Regierungsgebäuden zu verbannen, sondern auch noch versucht, den Abgeordneten diese Fahnen in ihren eigenen Büros zu untersagen.</li></ul>

<p>Das ist nur, was mir grade auf die Schnelle einfällt und von der Hetze gegen Menschen, die keinen Ariernachweis dabei haben und Arme habe ich noch nicht mal angefangen. Oder von dem was in den Bundesländern so abgeht. Da fühlt sich plötzlich jedes kleine Würstchen dazu berufen die Zeit auf 1800 zurück zu drehen. Da entscheiden plötzlich Schulleiter wieder die Geschlechtertrennung einzuführen und solche Dinge.</p>

<p>Und in der Gesellschaft? Da wird nicht mehr darüber diskutiert OB Abschiebungen nötig sind, sondern nur noch wie viele und wer abgeschoben werden soll. Und wenn es gegen Menschen im Bürgergeld oder gegen Feminismus geht, sind sich sowieso wieder alle einig, dass das ja alles abgeschafft werden muss. Und trans Menschen ... heilige sch... wie einfach ist es da für die Nazis selbst bei Linken Mitstreiter*innen zu finden.</p>

<p>Ja, im Fediverse mag es eine relativ große Bubble geben, die das anders sieht. Aber das Fediverse ist insgesamt schon eine sehr kleine Bubble. Ich habe aktuell keine Ahnung, wie wir das noch aufhalten können, aber wenn wir jetzt nicht aktiv werden und uns dagegen stemmen, dann ist der Kampf vorbei.</p>
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      <guid>https://blog.jumpfruit.de/dieser-blogpost-ist-eine-gefahr-fur-die-demokratie</guid>
      <pubDate>Thu, 10 Jul 2025 20:13:38 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title>Hashtags</title>
      <link>https://blog.jumpfruit.de/hashtags</link>
      <description>&lt;![CDATA[Ich nutze in meinen Blogposts Hashtags um sie etwas in Kategorien einzuordnen. Hier gibt es eine Auflistung der Hashtags und was Dich darunter erwartet.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;StarWars&#xA;&#xA;  Unter diesem Hashtag findest Du alles, was ich zu Star Wars poste. Das kann z.B. Fanfiction sein … oder aber ich bin wieder in ein Rabbit Hole zu einem Thema gefallen und lasse Dich ebenfalls darunter leiden ;-)&#xA;&#xA;fanfiction&#xA;&#xA;  Unter diesem Hashtag veröffentliche ich meine Star Wars Fanfiction. Also Geschichten, die innerhalb des Star Wars Universums spielen, aber von mir stammen und in keiner Weise offiziell von Disney genehmigt sind oder vermarktet werden.&#xA;&#xA;JumpysBrew&#xA;&#xA;  Dieser Hashtag beinhaltet Geschichten, die ich selbst geschrieben habe, die aber nicht zu Star Wars gehören.&#xA;&#xA;nerdkram&#xA;&#xA;  Hier Poste ich, wenn ich mal wieder einen Hyperfokus auf ein Nischenthema hatte und glaube, es könnte Dich vielleicht auch interessieren.&#xA;&#xA;#depression #NotJustSad&#xA;&#xA;  Diese beiden Hashtags stehen eigentlich für das Gleiche, aber da sie unterschiedlich bekannt sind nutze ich beide. Es geht darin um (meine) Depression.&#xA;&#xA;EigeneGeschichte&#xA;&#xA;  Unter diesem Hashtag poste ich Dinge aus meinem Leben. In der Regel traumatische Erlebnisse, die mit meinen Erkrankungen zusammen hängen.&#xA;&#xA;politik&#xA;&#xA;  Wenn ich mich mal berufen fühle, meine Gedanken über politische Themen zu Bloggen, nutze ich diesen Hashtag.&#xA;&#xA;gesellschaft&#xA;&#xA;  Mit diesem Hashtag meine ich Gesellschaftspolitik. Also, falls ich mal wieder an der Menschheit verzweifle, erfahrt ihr es hier.&#xA;&#xA;Warum sind manche Hashtags durchgehend klein geschrieben, andere aber in Groß-Klein-Schreibung?&#xA;&#xA;Hashtags werden in der Regel durchgehend klein geschrieben. Um die Lesbarkeit, grade auch für Menschen mit Einschränkungen bei der Sicht, zu verbessern nutze ich die sog. „Camel-Case“ Schreibweise, wenn ein Hashtag aus mehr als einem Wort besteht. Dabei wird der erste Buchstabe jeden Wortes groß geschrieben, auch wenn es ein Wort ist, das normalerweise klein geschrieben würde.]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Ich nutze in meinen Blogposts Hashtags um sie etwas in Kategorien einzuordnen. Hier gibt es eine Auflistung der Hashtags und was Dich darunter erwartet.</p>



<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:StarWars" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">StarWars</span></a></p>

<blockquote><p>Unter diesem Hashtag findest Du alles, was ich zu Star Wars poste. Das kann z.B. Fanfiction sein … oder aber ich bin wieder in ein Rabbit Hole zu einem Thema gefallen und lasse Dich ebenfalls darunter leiden ;–)</p></blockquote>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:fanfiction" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">fanfiction</span></a></p>

<blockquote><p>Unter diesem Hashtag veröffentliche ich meine Star Wars Fanfiction. Also Geschichten, die innerhalb des Star Wars Universums spielen, aber von mir stammen und in keiner Weise offiziell von Disney genehmigt sind oder vermarktet werden.</p></blockquote>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:JumpysBrew" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">JumpysBrew</span></a></p>

<blockquote><p>Dieser Hashtag beinhaltet Geschichten, die ich selbst geschrieben habe, die aber nicht zu Star Wars gehören.</p></blockquote>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:nerdkram" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">nerdkram</span></a></p>

<blockquote><p>Hier Poste ich, wenn ich mal wieder einen Hyperfokus auf ein Nischenthema hatte und glaube, es könnte Dich vielleicht auch interessieren.</p></blockquote>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:depression" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">depression</span></a> <a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:NotJustSad" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">NotJustSad</span></a></p>

<blockquote><p>Diese beiden Hashtags stehen eigentlich für das Gleiche, aber da sie unterschiedlich bekannt sind nutze ich beide. Es geht darin um (meine) Depression.</p></blockquote>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:EigeneGeschichte" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">EigeneGeschichte</span></a></p>

<blockquote><p>Unter diesem Hashtag poste ich Dinge aus meinem Leben. In der Regel traumatische Erlebnisse, die mit meinen Erkrankungen zusammen hängen.</p></blockquote>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:politik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">politik</span></a></p>

<blockquote><p>Wenn ich mich mal berufen fühle, meine Gedanken über politische Themen zu Bloggen, nutze ich diesen Hashtag.</p></blockquote>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:gesellschaft" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">gesellschaft</span></a></p>

<blockquote><p>Mit diesem Hashtag meine ich Gesellschaftspolitik. Also, falls ich mal wieder an der Menschheit verzweifle, erfahrt ihr es hier.</p></blockquote>

<p><strong>Warum sind manche Hashtags durchgehend klein geschrieben, andere aber in Groß-Klein-Schreibung?</strong></p>

<p>Hashtags werden in der Regel durchgehend klein geschrieben. Um die Lesbarkeit, grade auch für Menschen mit Einschränkungen bei der Sicht, zu verbessern nutze ich die sog. „Camel-Case“ Schreibweise, wenn ein Hashtag aus mehr als einem Wort besteht. Dabei wird der erste Buchstabe jeden Wortes groß geschrieben, auch wenn es ein Wort ist, das normalerweise klein geschrieben würde.</p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://blog.jumpfruit.de/hashtags</guid>
      <pubDate>Tue, 08 Jul 2025 23:23:50 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Wir sind mehr … stimmt doch, oder?</title>
      <link>https://blog.jumpfruit.de/wir-sind-mehr-stimmt-doch-oder</link>
      <description>&lt;![CDATA[span class=&#34;content_warning&#34;CW: Erwähnung von körperlicher und seelischer Gewalt/span&#xA;&#xA;Diesen Spruch „Wir sind mehr“ hört und liest man immer wieder und vor allem im Fediverse wird er oft ausgiebig genutzt um sich gegenseitig zu versichern, dass der Kampf gegen rechts eben nicht so aussichtslos ist, wie er scheint. Hier gibt es meine Sichtweise darauf.&#xA;&#xA;#politik #gesellschaft #EigeneGeschichte&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Beginnen wir mit einer Geschichte. Es ist 1988 und wir schauen in eine kleine Ecke der Südwestpfalz. Meine Eltern hatten sich ein paar Jahre zuvor getrennt und meine Mutter hatte nun einen neuen Mann kennengelernt. Also stand ein Umzug an, der uns 10 Km weiter in durchschnittliches 2500 Seelen Dorf bringen sollte.&#xA;&#xA;Ich, weiß und deutsch, mein Bruder, weiß und deutsch, meine Eltern weiß und deutsch, der Stiefvater weiß und deutsch und alle Familien schon seit „Jahrhunderten“ weiß und deutsch.&#xA;&#xA;Warum ich das so sehr betone? Kurz nachdem wir im neuen Ort angekommen waren gab es Ärger mit den Nachbarn. Und plötzlich gab es da im Dorf eine Unterschriftensammlung. Wir sollten wieder wegziehen. Wir würden da nicht hingehören. Wir wären ja keine von hier und dass unsere „Herkunft“ nur mal eben um die Ecke lag interessierte nicht. Was aus dieser Unterschriftenaktion wurde, weiß ich nicht. Wir blieben jedenfalls dort wohnen.&#xA;&#xA;Das wurde von vielen im Dorf mit Ausgrenzung bestraft. Ich durfte nicht mit anderen Kindern spielen und deren Kinder waren mir gegenüber ziemlich widerwärtig. Selbst die Erzieherinnen im Kindergarten beteiligten sich an der Ausgrenzung. Auch Vereine im Ort waren tabu für mich.&#xA;&#xA;In der Grundschule wurde es auch nicht besser und sogar die Lehrkräfte beteiligten sich an Ausgrenzung und Demütigung. Dass ich zu hause von körperlicher und seelischer Gewalt betroffen war, machte die Situation auch nicht besser. Aber für meinen Stiefvater war es dadurch viel einfacher. Er konnte mich auf offener Straße verprügeln und niemand interessierte sich dafür. So muss man das mit „denen“ eben machen.&#xA;&#xA;So blieb ich meist allein. War entweder zu hause, wo spätestens mit dem nach hause kommen meines Stiefvaters die Hölle losbrach oder spielte alleine auf Federn und im Wald. Das Mobbing durch die anderen Kinder ging soweit, dass ich beim Spielen verfolgt und ausgespäht wurde. Baute ich aus toten Ästen eine kleine Hütte im Wald, war absolut sicher, dass sie am nächsten Tag zerstört war, um nur ein Beispiel zu nennen.&#xA;&#xA;Ich habe in meinem Leben sehr viele Ausgrenzungserfahrungen gemacht und das war alles nur ein Bruchteil dessen, was Menschen erleben, die aus einem anderen Land zu kommen. Meine erste Haushaltshilfe aus Kolumbien war irgendwann so fertig mit all dem, dass sie die Chance nutzte das Deutschland zu verlassen und in der Nähe ihres Sohnes in der Schweiz zu leben.&#xA;&#xA;Und wenn man von der Herkunft weg geht und Dinge wie Behinderungen, chronische Krankheiten oder andere Merkmale zur Diskriminierung betrachtet, dann stellt man schnell fest, dass diese gefühlte Mehrheit schnell zusammen schmilzt.&#xA;&#xA;Wenn es gegen Rassismus und Antisemitismus geht, dann finden sich noch recht gut Leute für eine Demo. Für queere Menschen wird es schon weniger. Aber wo sind die großen Demos gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen? Wo empören sich die Leute darüber, dass Menschen im Rollstuhl aus Zügen geworfen werden oder ihre Fahrt garnicht antreten können weil Aufzüge kaputt sind? Wo sind die Demos, die eine bessere Versorgung mit Psychiater\innen und Psychotherpeut\innen fordern? Wo sind die Linken, die sich gegen die Rape Culture in ihren eignen Reihen wenden? Oder … Gott beware, gegen linken Antisemitismus.&#xA;&#xA;Auch dass in der „Migrationsdebatte“ immer wieder das Argument kommt, dass wir die Arbeitskräfte aus anderen Ländern ja bräuchten. Was ist mit Kranken, Behinderten, Alten, Kindern? Dürfen die nicht in Würde Leben? Ohne die Gefahr zu verhungern oder ermordet zu werden? Wenn wir schon das grundsätzliche „Alle Menschen sind gleich viel Wert!“ durch „Die, die Arbeiten sind schon ganz ok!“ ersetzen, dann haben wir bereits verloren.&#xA;&#xA;All das und noch viel mehr gehört zum Faschismus. Was „Intersektionalität“ bedeutet scheint bei den Meisten nicht im Mindesten angekommen zu sein. Entweder sind wir alle frei oder niemand ist es! Solange wir erlauben, dass auch nur eine einzige willkürlich gewählte Eigenschaft dazu führt, dass anderen Menschen Rechte und damit auch ihre Würde vorenthalten werden, solange wird es auch Diskriminierung geben.&#xA;&#xA;Wir sind nicht mehr! Wir sind sogar sehr Wenige. Das muss uns klar sein und es sollte uns wütend machen! Es sollte dafür sorgen, dass wir genug Wut entwickeln um dagegen zu kämpfen. Dagegen aufzustehen. Grade in dieser schwierigen Zeit mit einer offen nach rechts gelehnten Regierung, MÜSSEN wir etwas tun. Tun wir es jetzt nicht, dann wird es bald zu spät sein.&#xA;&#xA;  „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.&#xA;    Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.&#xA;    Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.&#xA;    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“&#xA;&#xA;– Martin Niemöller]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><span class="content_warning">CW: Erwähnung von körperlicher und seelischer Gewalt</span></p>

<p>Diesen Spruch „Wir sind mehr“ hört und liest man immer wieder und vor allem im Fediverse wird er oft ausgiebig genutzt um sich gegenseitig zu versichern, dass der Kampf gegen rechts eben nicht so aussichtslos ist, wie er scheint. Hier gibt es meine Sichtweise darauf.</p>

<p><a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:politik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">politik</span></a> <a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:gesellschaft" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">gesellschaft</span></a> <a href="https://blog.jumpfruit.de/tag:EigeneGeschichte" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">EigeneGeschichte</span></a></p>



<p>Beginnen wir mit einer Geschichte. Es ist 1988 und wir schauen in eine kleine Ecke der Südwestpfalz. Meine Eltern hatten sich ein paar Jahre zuvor getrennt und meine Mutter hatte nun einen neuen Mann kennengelernt. Also stand ein Umzug an, der uns 10 Km weiter in durchschnittliches 2500 Seelen Dorf bringen sollte.</p>

<p>Ich, weiß und deutsch, mein Bruder, weiß und deutsch, meine Eltern weiß und deutsch, der Stiefvater weiß und deutsch und alle Familien schon seit „Jahrhunderten“ weiß und deutsch.</p>

<p>Warum ich das so sehr betone? Kurz nachdem wir im neuen Ort angekommen waren gab es Ärger mit den Nachbarn. Und plötzlich gab es da im Dorf eine Unterschriftensammlung. Wir sollten wieder wegziehen. Wir würden da nicht hingehören. Wir wären ja keine von hier und dass unsere „Herkunft“ nur mal eben um die Ecke lag interessierte nicht. Was aus dieser Unterschriftenaktion wurde, weiß ich nicht. Wir blieben jedenfalls dort wohnen.</p>

<p>Das wurde von vielen im Dorf mit Ausgrenzung bestraft. Ich durfte nicht mit anderen Kindern spielen und deren Kinder waren mir gegenüber ziemlich widerwärtig. Selbst die Erzieherinnen im Kindergarten beteiligten sich an der Ausgrenzung. Auch Vereine im Ort waren tabu für mich.</p>

<p>In der Grundschule wurde es auch nicht besser und sogar die Lehrkräfte beteiligten sich an Ausgrenzung und Demütigung. Dass ich zu hause von körperlicher und seelischer Gewalt betroffen war, machte die Situation auch nicht besser. Aber für meinen Stiefvater war es dadurch viel einfacher. Er konnte mich auf offener Straße verprügeln und niemand interessierte sich dafür. So muss man das mit „denen“ eben machen.</p>

<p>So blieb ich meist allein. War entweder zu hause, wo spätestens mit dem nach hause kommen meines Stiefvaters die Hölle losbrach oder spielte alleine auf Federn und im Wald. Das Mobbing durch die anderen Kinder ging soweit, dass ich beim Spielen verfolgt und ausgespäht wurde. Baute ich aus toten Ästen eine kleine Hütte im Wald, war absolut sicher, dass sie am nächsten Tag zerstört war, um nur ein Beispiel zu nennen.</p>

<p>Ich habe in meinem Leben sehr viele Ausgrenzungserfahrungen gemacht und das war alles nur ein Bruchteil dessen, was Menschen erleben, die aus einem anderen Land zu kommen. Meine erste Haushaltshilfe aus Kolumbien war irgendwann so fertig mit all dem, dass sie die Chance nutzte das Deutschland zu verlassen und in der Nähe ihres Sohnes in der Schweiz zu leben.</p>

<p>Und wenn man von der Herkunft weg geht und Dinge wie Behinderungen, chronische Krankheiten oder andere Merkmale zur Diskriminierung betrachtet, dann stellt man schnell fest, dass diese gefühlte Mehrheit schnell zusammen schmilzt.</p>

<p>Wenn es gegen Rassismus und Antisemitismus geht, dann finden sich noch recht gut Leute für eine Demo. Für queere Menschen wird es schon weniger. Aber wo sind die großen Demos gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen? Wo empören sich die Leute darüber, dass Menschen im Rollstuhl aus Zügen geworfen werden oder ihre Fahrt garnicht antreten können weil Aufzüge kaputt sind? Wo sind die Demos, die eine bessere Versorgung mit Psychiater*innen und Psychotherpeut*innen fordern? Wo sind die Linken, die sich gegen die Rape Culture in ihren eignen Reihen wenden? Oder … Gott beware, gegen linken Antisemitismus.</p>

<p>Auch dass in der „Migrationsdebatte“ immer wieder das Argument kommt, dass wir die Arbeitskräfte aus anderen Ländern ja bräuchten. Was ist mit Kranken, Behinderten, Alten, Kindern? Dürfen die nicht in Würde Leben? Ohne die Gefahr zu verhungern oder ermordet zu werden? Wenn wir schon das grundsätzliche „Alle Menschen sind gleich viel Wert!“ durch „Die, die Arbeiten sind schon ganz ok!“ ersetzen, dann haben wir bereits verloren.</p>

<p>All das und noch viel mehr gehört zum Faschismus. Was „Intersektionalität“ bedeutet scheint bei den Meisten nicht im Mindesten angekommen zu sein. Entweder sind wir alle frei oder niemand ist es! Solange wir erlauben, dass auch nur eine einzige willkürlich gewählte Eigenschaft dazu führt, dass anderen Menschen Rechte und damit auch ihre Würde vorenthalten werden, solange wird es auch Diskriminierung geben.</p>

<p>Wir sind nicht mehr! Wir sind sogar sehr Wenige. Das muss uns klar sein und es sollte uns wütend machen! Es sollte dafür sorgen, dass wir genug Wut entwickeln um dagegen zu kämpfen. Dagegen aufzustehen. Grade in dieser schwierigen Zeit mit einer offen nach rechts gelehnten Regierung, MÜSSEN wir etwas tun. Tun wir es jetzt nicht, dann wird es bald zu spät sein.</p>

<blockquote><p><em>„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.</em></p>

<p><em>Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.</em></p>

<p><em>Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.</em></p>

<p><em>Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“</em></p></blockquote>

<p><strong>– Martin Niemöller</strong></p>
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      <guid>https://blog.jumpfruit.de/wir-sind-mehr-stimmt-doch-oder</guid>
      <pubDate>Sun, 29 Jun 2025 14:21:48 +0000</pubDate>
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